Das sind wir
Das Schulcurriculum bildet die Grundlage für eine systematische und zielorientierte Unterrichtsgestaltung. Das schulintern entwickelte Curriculum stellt dabei ein zentrales Instrument dar, das die verbindlichen Bildungs- und Erziehungsziele der Schule präzisiert und die Umsetzung der landesspezifischen Bildungspläne konkretisiert. Das schulinterne Curriculum definiert in strukturierter Form die fachlichen Inhalte, Kompetenzen und methodischen Schwerpunkte für alle Jahrgangsstufen und Unterrichtsfächer (Deutsch, Mathematik, Sachunterricht). Ein wesentlicher Bestandteil des Curriculums ist die Kompetenzorientierung, die nicht nur fachliches Wissen, sondern auch überfachliche Kompetenzen wie Sozial-, Methoden- und Selbstkompetenz in den Fokus rückt. Das Kollegium der Weißfrauenschule hat das Schulcurriculum mit dem Medienbildungskonzept vernetzt. Die regelmäßige Evaluation und Weiterentwicklung des schulinternen Curriculums gewährleistet, dass es stets an aktuelle pädagogische Erkenntnisse, gesellschaftliche Anforderungen und schulische Entwicklungen angepasst wird.
Die Weißfrauenschule engagiert sich aktiv im bundesweiten Projekt „Schule ohne Rassismus – Schulen mit Courage“. Dieses Engagement unterstreicht unser Selbstverständnis als Lernort, der Vielfalt wertschätzt und Diskriminierung konsequent entgegenwirkt. Das Projekt verfolgt das Ziel, ein Schulklima zu schaffen, das von Respekt, Toleranz und gegenseitiger Achtung geprägt ist. In diesem Rahmen setzen sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie das weitere bei uns tätige Personal gemeinsam für ein solidarisches Miteinander ein, das allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft gerecht wird – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder sozialem Hintergrund.
Die Teilnahme an „Schule ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ beinhaltet vielfältige Aktionen und Projekte, die das Bewusstsein für gesellschaftliche Vielfalt stärken. Regelmäßige Workshops, thematische Projekttage sowie die Einbindung außerschulischer Partner fördern die kritische Auseinandersetzung mit Rassismus und Diskriminierung. Dabei wird die aktive Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler gefördert, um demokratisches Handeln und soziale Verantwortung zu stärken. Darüber hinaus trägt das Projekt wesentlich zur Entwicklung einer positiven Schulkultur bei, in der sich alle Mitglieder der Schulgemeinschaft sicher und respektiert fühlen. Die konsequente Haltung gegen Rassismus wird dabei als wichtiger Bestandteil der schulischen Wertevermittlung verstanden.

Die Weißfrauenschule bildet Lehramtsanwärterinnen und –anwärter mit der Fachrichtung Sprachheilförderung aus. Das Studienseminar und die Schule begleiten die Ausbildung gemeinsam. Die Theorie aus der Lehrerausbildung wird direkt mit der Praxis im Schulalltag verknüpft.
Die Mentorinnen und Mentoren in der Schule unterstützen die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst intensiv. Sie geben fachliche Anleitung, reflektieren gemeinsam Unterrichtseinheiten und helfen dabei, spezielle Fördermethoden zu entwickeln. Die enge Begleitung sorgt dafür, dass die Lehramtsanwärterinnen und -anwärter Sicherheit im Umgang mit den Kindern gewinnen und ihre Unterrichtskompetenzen weiterentwickeln.
Das Ausbilden von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst hat viele Vorteile für die Schule. Junge Lehrkräfte bringen neue Ideen und aktuelle wissenschaftliche Ansätze mit. Sie unterstützen das Kollegium und bereichern den Schulalltag. Zudem fördert die Ausbildung eine Kultur des Austauschs und der Weiterentwicklung im gesamten Team.
Hierbei geht es der Weißfrauenschule auch darum, Nachwuchskräfte für den Förderschwerpunkt Sprachheilförderung zu gewinnen. Die Expertise für diesen Förderschwerpunkt kommt dem Frankfurter Schulsystem insgesamt zugute.
Die Vorklasse einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung bietet Kindern mit besonderen sprachlichen Förderbedarfen einen sanften Einstieg in das schulische Lernen. Sie richtet sich an Kinder, die aufgrund von Sprachentwicklungsverzögerungen oder -störungen eine intensivere Vorbereitung auf die erste Klasse benötigen, um Vorläuferfähigkeiten zu entwickeln und auszubauen. Ziel der Vorklasse ist es, die sprachlichen Fähigkeiten gezielt zu stärken und den Kindern Sicherheit im schulischen Alltag zu geben.
Im Mittelpunkt stehen die Förderung der Sprachentwicklung, die Schulung der kommunikativen Fähigkeiten und die Vorbereitung auf den späteren Unterricht. Die Kinder lernen spielerisch und in kleinen Gruppen und werden dabei individuell durch die Vorklassenleitung unterstützt. Der Unterricht beinhaltet viele sprechfördernde Elemente wie Geschichten, Lieder und gezielte Sprachübungen. Auch die Förderung der motorischen und sozialen Kompetenzen ist ein wichtiger Bestandteil, da diese eng mit der Sprachentwicklung verbunden sind.
Im schriftsprachlichen Bereich ist die phonologische Bewusstheit besonders wichtig. Die Kinder trainieren, Laute in Wörtern zu erkennen, Reime zu bilden und Silben zu klatschen. Dies erleichtert ihnen später das Lesen und Schreiben. Gleichzeitig wird ihr Wortschatz erweitert und die Satzbildung geübt. Die Feinmotorik wird ebenfalls gezielt gefördert, damit sie eine gute Stiftführung entwickeln und erste Buchstaben nachspuren oder ihren Namen schreiben können.
In der Vorklasse der Weißfrauenschule werden mathematische Vorläuferfähigkeiten gezielt gefördert, damit die Kinder ein erstes Verständnis für Zahlen, Mengen und räumliche Zusammenhänge entwickeln. Diese Fähigkeiten sind wichtig, damit sie später leichter rechnen und mathematische Aufgaben lösen können.
Durch regelmäßige Beobachtungen und individuelle Förderpläne wird sichergestellt, dass jedes Kind genau die Unterstützung erhält, die es benötigt. Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist dabei besonders wichtig, damit die Sprachförderung auch im häuslichen Umfeld weitergeführt werden kann.
Die Arbeit der Vorklassen wird im Curriculum der Vorklassen der Weißfrauenschule näher beschrieben.

An der Weißfrauenschule ist konzeptionell vorgesehen, dass von der ersten bis zur vierten Klasse eine gleichbleibende Klassenleitung tätig ist. Eine durchgehende Klassenleitung von der ersten bis zur vierten Klasse bietet zahlreiche Vorteile für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern. Besonders hervorzuheben ist die Kontinuität, die es ermöglicht, dass Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum hinweg begleiten und individuell fördern können. Dies stärkt nicht nur die Beziehung zwischen Lehrkraft und Lernenden, sondern sorgt auch für eine stabilere Lernumgebung. Die Lehrkraft kennt die Stärken, Schwächen und Persönlichkeiten der Lernenden genau und kann gezielt auf deren Bedürfnisse eingehen. Dadurch wird eine differenzierte Förderung erleichtert, die den Kindern hilft, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
Ein weiterer Vorteil ist die emotionale Sicherheit, die durch eine konstante Bezugsperson geschaffen wird. Gerade in den frühen Schuljahren sind Kinder stark auf Vertrauen und Verlässlichkeit angewiesen. Eine durchgehende Klassenleitung reduziert die Eingewöhnungszeiten zu Beginn eines neuen Schuljahres und stärkt das soziale Miteinander in der Klasse. Konflikte können frühzeitig erkannt und gelöst werden, da die Lehrkraft bereits über die Gruppendynamiken informiert ist.
Auch für die Eltern stellt eine durchgehende Klassenleitung einen Vorteil dar, da sie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Lehrkraft über mehrere Jahre hinweg aufbauen können. Dies erleichtert die Kommunikation und ermöglicht eine engere Abstimmung zur Unterstützung der Kinder. Insgesamt trägt eine durchgehende Klassenleitung dazu bei, eine stabile, förderliche und harmonische Lernumgebung zu schaffen, die das schulische und soziale Wachstum der Kinder positiv beeinflusst.
Einmal wöchentlich findet der Austausch in den Jahrgangsteams statt. Dies bietet viele Vorteile für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler. Durch die regelmäßige Zusammenarbeit können Lehrkräfte gezielt Unterrichtsinhalte abstimmen, Herausforderungen besprechen und die Förderung planen. So entstehen einheitliche Standards und es ermöglicht den Vergleich der Leistungsstände der Lerngruppen. Lehrkräfte können anhand gemeinsamer Beobachtungen und Analyse von Unterrichtsergebnissen feststellen, wo Unterschiede zwischen Klassen bestehen und welche Methoden besonders erfolgreich sind. Dadurch lassen sich gezielte Fördermaßnahmen entwickeln, um schwächere Schülerinnen und Schüler gezielt zu unterstützen und die stärkeren Lernenden weiter herauszufordern. Die Transparenz innerhalb des Teams erleichtert es, bewährte Konzepte zu übernehmen und weniger effektive Ansätze zu verbessern.
Zudem stärken regelmäßige Jahrgangsteams die Gemeinschaft im Kollegium. Der Austausch sorgt für gegenseitige Unterstützung und ein gemeinsames Verantwortungsgefühl für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Insgesamt trägt die enge und kontinuierliche Kooperation in Jahrgangsteams zu einer besseren Unterrichtsqualität, einer effektiveren Förderung der Schülerinnen Schüler und einem angenehmen Arbeitsklima im Kollegium bei.
