Lernformen

In der Weißfrauenschule kommen verschiedene Lernformen zum Einsatz, die den Kindern helfen, auf unterschiedliche Weise Wissen und Sprache zu erwerben und Fähigkeiten zu entwickeln. Die unterschiedlichen Lernformen werden je nach Thema, Lerntyp und Situation eingesetzt. Das Ziel ist immer, den Kindern eine abwechslungsreiche und förderliche Lernumgebung zu bieten. 

 

 In der Projektwoche arbeiten Schülerinnen und Schüler eine ganze Woche an speziellen Projekten. Es findet in dieser Woche kein Unterricht nach Stundenplan statt, um den Kindern zu ermöglichen, sich intensiv mit einem bestimmten Thema auseinanderzusetzen.

Es wird zyklisch wiederkehrend zu den festgelegten Oberthemen „Experimente: Die vier Elemente“, „Schule mit Courage“, „Digitale Bildung“ oder „Lesen“ gearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler forschen, basteln, malen und präsentieren etwas zu diesem Themenschwerpunkt. Die Projektwoche fördert das kreative Arbeiten, die Arbeit im Team und das Entdecken von neuen Themen auf eine spannende und abwechslungsreiche Weise. Am Ende der Woche gibt es meistens eine Ausstellung oder ein kleines Fest, bei dem die Ergebnisse im Rahmen der Unterrichtszeit gezeigt werden.

In der Weißfrauenschule gibt es verschiedene Formen der intensiveren Förderung. In diesen speziellen Förderstunden können einzelne Kinder bzw. kleine Gruppen an individuellen Schwerpunkten arbeiten oder Unterrichtsinhalte erneut erklärt bekommen.

Gruppen- und Partnerarbeiten bieten den Schülerinnen und Schülern Lern-, Sprach- und Entwicklungschancen mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen. So können am Lerninhalt weitere Fähigkeiten und Kompetenzen erworben werden, wie

 

1. Soziale Kompetenzen: Kinder lernen, miteinander zu kommunizieren, zuzuhören, Kompromisse zu finden und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Das stärkt ihre sozialen, sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten sowie ihr Selbstbewusstsein.

2. Motivation und Spaß: Das Arbeiten in Gruppen macht oft mehr Spaß als allein, weil die Kinder sich austauschen und gemeinsam aktiv sein können. Das fördert die Freude am Lernen.

3. Verständnis vertiefen: Durch das Erklären und Diskutieren mit anderen können Kinder das Gelernte besser verstehen und behalten. Sie lernen auch, unterschiedliche Meinungen zu respektieren.

4. Individuelle Unterstützung: In Partner- oder Gruppenarbeit können Kinder sich gegenseitig helfen, wenn sie Schwierigkeiten haben. Das schafft eine unterstützende Lernumgebung. Die anschließende Präsentation der Ergebnisse bietet zusätzlich Gelegenheit, sich im geschützten Rahmen sprachlich kompetent zu erleben.

5. Selbstständigkeit: Kinder lernen, eigenständig zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und ihre Aufgaben zu organisieren.

6. Vielfalt an Perspektiven: Durch die Zusammenarbeit mit anderen sehen die Kinder verschiedene Herangehensweisen und Lösungswege, dies fördert ihr kreatives Denken.

Ab Klasse 2 besuchen die Schülerinnen und Schüler zwei Schulstunden in der Woche einen Förderkurs. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, an speziellen Lerninhalten intensiv zu arbeiten, um Lernrückstände aufzuarbeiten. Die Kursinhalte sind z. B. Mathematik, Lesen, Rechtschreiben oder Sprache. Die Klassenlehrkräfte entscheiden in Absprache mit dem Kind und den Eltern, welcher Förderkurs besucht werden soll.

 

Besonderheiten einer Sprachheilschule

 

Für den sprachheilpädagogischen Unterricht sind zwei Faktoren relevant: Zum einen die durch den Rahmenplan der Grundschule vorgegebenen Inhalte und zu erlernenden Kompetenzen, zum andern die Förderung der sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Die sprachliche Förderung im Unterricht ergibt sich aus den Bedürfnissen der Lernenden, die die Lehrkraft durch die individuelle sprachliche Diagnostik ermittelt.

Die Diagnostik erfolgt durch die Testung im Rahmen des Aufnahmeverfahrens sowie unterrichtsbegleitend (z. B. durch Beobachtungsbögen).

Durchgängige Unterrichtsprinzipien der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung sind u.a.:

  • Wortschatzarbeit
  • Angepasste Lehrer- und Lehrerinnensprache als Sprachvorbild (u. a. klare Aussprache, Reduktion der Komplexität)
  • Individuelle Förderung z.B. Lautanbahnung „r“, Subjekt-Verb-Kongruenz
  • Einsatz von Handzeichen und Visualisierungen
  • Feedback durch Lehrkraft durch Modellierungstechniken
  • Anbahnung und Festigung von Zielstrukturen (z.B. Es gefällt mir, weil…) und Kommunikationsgrundlagen
  • Vereinfachung von Lesetexten

 

Nähere Informationen gehen aus dem Sprachförderkonzept hervor.